Vom Rifugio Vallanta zum Rifugio Granero
Einmal kurz über die Grenze Zwischen dem Valle Varaita, das noch zur Provinz Cuneo gehört, und dem Val Pellice, dem südlichsten Tal der Provinz Turin, liegt nur eine kurze Stippvisite im französischen Département Hautes-Alpes. Wenn am Passo di Vallanta (Col de Valante, 2 811 m) die Grenze erreicht ist, gelangt man in den Queyras, wie das Tal des Guil genannt wird. Durch das im Jahr 2007 eingerichtete spezielle Naturschutzgebiet Réserve naturelle nationale de Ristolas Mont Viso verläuft der Weg, auf dem man – zur Halbzeit – im Refuge du Viso einkehren kann, bevor Sie am Colle Sellière (2 861 m) wieder italienisches Territorium betreten, das zu den Valli Valdese gehörende Pellicetal.
Ins Vallée du Guil
[...] Der Weg hinunter verläuft zunächst über einen riesigen Schutthang aus Kalkschiefer und Granitblöcken. Hier kann man im Spätsommer noch auf Altschneereste treffen. Steinmännchen und die ausgezeichnete weiß-rote Markierung weisen den Weg durch die Geröllfelder, bis bei circa 2 620 Metern oberhalb des Lac Lestio wieder ein ‚richtiger‘ Weg beginnt. Früh schon ist oberhalb der Wiesen, durch die der Guil mäandert, das Refuge de Viso zu erkennen. Doch zunächst geht es in vielen Kehren hinunter zu diesem kleinen See (2 510 m), in dessen Nähe im Talschluss der Bach entspringt, dem das gesamte Tal seinen Namen verdankt. [...]
Abstieg vom Colle Sellière
[...] Noch Ende Juni kann es durchaus passieren, dass der Abstieg über den Nordhang für die ersten 200 bis 300 Höhenmeter über ausgedehnte Schneefelder verläuft, was angesichts der alternativlosen ‚Wegführung‘ – der Gletscher, den es hier einmal gab, hat sich als genialer Landschaftsformer erwiesen - in aller Regel unproblematisch sein sollte (zu dieser Jahreszeit vorher Informationen über den Zustand des Weges im Refuge du Viso einholen). Wenn dieser Schnee bereits geschmolzen ist, sind es dagegen Schutthänge und Geröllfelder, durch die sich der Weg schlängelt. ‚Grüner‘ wird es hier im obersten Pellicetal erst bei circa 2 600 Höhenmetern. Dort beginnen die Wiesen, in die der Abstiegspfad tiefe Furchen eingegraben hat, bis rechts der nierenförmige Lago Lungo sichtbar wird [...]







