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04.02.2012
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Der Giro del Monviso - Piemont

Der Monviso zieht die Blicke magisch auf sich: mit einer fast perfekt geformten Gipfelpyramide, und damit dem bekannten Logo von Paramount Pictures sehr ähnlich, ist er mit 3 841 Metern der höchste Berg der Cottischen Alpen, ein steinerner Solitär, der alle anderen Berge der Region um mindestens 500 Meter überragt und an klaren Tagen auch der piemontesischen Hauptstadt Turin eine wunderschöne Hintergrundkulisse schenkt. Und die Italiener verehren ihren ‚Re di Pietra‘, ihren König aus Stein!


Dass dieser Gipfel 1861 von Engländern erstbestiegen wurde, nagte sehr an der nationalen Ehre und ließ Quintino Sella, der zwei Jahre später die erste italienische Seilschaft auf den Monviso führte, den Entschluss fassen, einen Alpenverein nach Vorbild des britischen „Alpine Club“ zu gründen. Am Monviso wurde aber auch das moderne Trekking erfunden: der Naturforscher James David Forbes umrundete im Juli 1839 das Massiv und benötigte dafür lediglich einen (allerdings sehr langen) Tag. Ob Besteigung oder Umrundung, den Monviso kann man auf unterschiedlichste Weise erleben, denn den einzigen und wahren ‚Giro del Monviso‘ gibt es nicht, es gibt viele Giri!

Da ist zum Einen die ganz enge Runde zu nennen, die in etwa derjenigen entspricht, die Forbes damals genommen hat. Dieser ‚Giro Classico‘ ist fast ausschließlich geprägt von der faszinierenden hochalpinen Landschaft rund um den Monviso und bietet großartige Weit- und Tiefsichten. Es versteht sich von selbst, dass diese engste Runde um den Monviso hier präsentiert wird.

 

Da zum Monviso aber auch die Täler gehören, die ihn umgeben, liegt der Schwerpunkt auf dem ‚Giro Largo‘, der in 6 bis 7 Tagen erlaubt, mehr von diesem historisch gewachsenen, einheitlichen Sprach- und Kulturraum zu erfahren. Auf dem ‚Giro Largo‘ wandert man durch die okzitanischen Täler von Po, Pellice, Varaita und Guil. Wer etwas mehr Zeit erübrigen kann – dem sei die größere Runde, der ‚Giro Largo‘, ans Herz gelegt. Wenn Sie diese große Runde um den Monviso gewandert sind, haben Sie alle ‚Gesichter‘ dieses legendären Gipfels bewundern können und waren in allen umliegenden Täler, so dass sich Ihnen neben der hochalpinen Landschaft auch Einblicke in Geschichte und Kultur dieser Region eröffnet haben.

Durch viele ebenfalls beschriebene Zustiegswanderwege aus diesen vier Tälern können Sie Ihren Startpunkt frei wählen. Ein dichtes Netz an bewirtschafteten Hütten lässt auf manchen Strecken eine sehr flexible Zeiteinteilung zu, und keinesfalls müssen Sie auf dieser Wanderung Gewaltmärsche absolvieren. Die Route verläuft über ausgezeichnet gewartete und markierte Wege meist zwischen 2 000 und 2 800 Höhenmetern. Nimmt man den Weg über den Colle delle Traversette, gelangt man bis auf 2 950 Meter. Unterwegs gibt es keine Kletterpassagen, keine ausgesetzten Stellen, aber stets gut markierte Wege - lediglich eine gute Kondition ist vonnöten, denn pro Tag sind durchschnittlich 800 Höhenmeter zu bewältigen. Eine gute Kondition und Erfahrung in alpinem Terrain sind aber natürlich dennoch notwendig.

 

Etappen, Markierung, Karten

Zur Etappenübersicht

 

Wegskizze

Der Weg im Überblick

 

Der Giro Monviso im fernwege.de TrailNetwork

Entdecken Sie den Giro Monviso in Google Earth: anhand von flächendeckenden Sattelitenbildern können Sie kostenfrei über den Giro Monviso fliegen, Regionen heranzoomen, Städte erforschen und Landschaften entdecken.

 

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