Von den Granges Valfredda zum Rif. Levi-Molinari
Murmeltiere und Gämsen, mitunter auch Steinböcke, folgen auf Kühe und Schafe – nun wird es richtig alpin und es geht auch gleich hoch hinauf. Für den Übergang vom Valfredda- in das Galambratal wird während dieser zweiten Etappe am Passo Galambra auf 3078m der höchste Punkt (abgesehen vom der optionalen Besteigung des Rocciamelone) der gesamten Wanderung überschritten. Für die über 800 Meter Aufstieg winkt als Belohnung eine ausgezeichnete Fernsicht – was auch Militärstrategen verschiedener Epochen bereits zu schätzen wussten, weshalb sie dort oben in bizarrer Gerölllandschaft sogar Mannschaftsunterkünfte errichten ließen.
Abgeschmolzene Gletscher am Passo Galambra
(…) Zunächst am hier sehr breiten Bachbett entlang, auf dessen anderem Ufer rechts ein Weg nach Süden hinauf zum Colle Basset führt, steigt der Pfad dann langsam an und führt deutlich oberhalb des Rio di Valfredda entlang über begraste Hänge. In nordöstlicher Richtung weitergehend eröffnet sich gleich der Blick auf die Gipfelkette der Dreitausender zwischen Punta Valfredda und Punta Niblè, davor der, aus dieser Blickrichtung seinem Namen alle Ehre machende, kleine Roche Ronde. (…)
Röhrende Hirsche oberhalb des Rifugio Levi-Molinari
(…)Wenn man hier im Herbst entlang wandert, kann es sein, dass man ungewohnte Geräusche wahrnimmt, das Röhren der Hirsche, „Il bramito di cervo“. Sie wurden Ende der 1960-er Jahre, lediglich um die Jagdbestände zu vergrößern, aus Kroatien importiert, im Gran Bosco angesiedelt und haben sich mittlerweile natürlich auch auf dieser Talseite verbreitet. Das engagierte Team vom Rifugio Levi-Molinari veranstaltet dazu jährlich im Herbst naturkundliche Wanderungen. (…)
Wie geht es weiter
Eine vollständige Wegbeschreibung zu den einzelnen Etappen finden Sie im Wanderführer "Alta Via Val di Susa"
Fotos
Mit freundlicher Genehmigung von Sabine Bade und Wolfram Mikuteit.







