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19.05.2013
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Die Bonifatius-Route von Mainz nach Fulda

Wanderwege, die sich traditioneller Pilgerrouten bedienen und das Wandererlebnis mit der spirituellen Erfahrung des Pilgerns verbinden, erfreuen sich zu Recht großer und wachsender Beliebtheit wie man beispielsweise am Boom der Jakobswege und der Wiederentdeckung der von Canterbury nach Rom führenden Via Francigena sehen kann. Doch man muss nicht immer auf die großen internationalen Routen zurückgreifen, um das Pilgererlebnis zu erfahren. Ein Land mit einer kulturhistorischen Geschichte wie Deutschland hält reichhaltige Erfahrungen auch auf inländischen Pilgerwegen bereit - etwa auf der Bonifatiusroute, die Sie von Mainz nach Fulda einmal quer durch Hessen geleitet.

 


Der Heilige Bonifatius (~ 673 - 754 n. Chr.) wirkte als Missionar, später Erzbischof und Kirchenreformator im Frankenreich - hauptsächlich in Bayern, Hessen und Thüringen - und bewirkte neben der bloßen Missionsarbeit vor allem eine starke Bindung des Reiches an Rom und den Heiligen Stuhl. Die nach ihm benannte Route wurde 2004, zum 1250. Todestag des von heidnischen Friesen als Märtyrer getöteten „Apostel der Deutschen", eröffnet. Sie folgt dem Weg des Trauerzugs, der den Leichnam des Heiligen im Sommer 754 von Mainz in das von ihm selbst gegründete Kloster Fulda überführte.

 

Der genaue Weg, den die Trauergemeinde seinerzeit nahm, ist nicht mehr rekonstruierbar, jedoch ist heute noch bekannt, wo die alten Römerstraßen und wichtige alteingesessene, seit vorgeschichtlicher Zeit begangene Pfade verliefen. Diese bilden die Grundlage der heutigen Bonifatiusroute, die Sie in West-Ost-Richtung über 180 km in von Mainz über Hofheim, durch die nördlichen Vorstädte von Frankfurt/M., durch die Wetterau und über den Vogelsberg nach Fulda bringen wird. Der Verlauf des Weges orientiert sich dabei an einem Korridor, der aus historischen Verbindungswegen und Römerstraßen gebildet wird, die derart eingebunden sind, dass die landschaftlich schönste Strecke mit den wichtigsten kulturhistorischen Stätten entlang des Weges eine Verbindung eingeht.

 

Stehen am Anfang und Ende des Weges die bedeutendsten Sakralbauten der Bischofsstädte Mainz und Fulda im Vordergrund - von Dom zu Dom sozusagen, so ist es auf dem weiteren Weg der Wechsel der verschiedenen Kulturlandschaften, der den Wanderer beeindrucken wird. Sie überqueren zunächst den Rhein und durchwandern die sonnigen Weinberge des Rheingaus. Sie erleben sodann Frankfurt, aber nicht die hektische Bankenmetropole, sondern die immer noch durch Fachwerkhäuser geprägte Beschaulichkeit der nördlichen Vorstädte, während sich Ausblicke auf die Skyline im Süden und den Taunus im Norden zu einer eigenen Ästhetik verquicken.

 

Sie verlassen dann die belebte Gegend um Frankfurt und durchwandern die Wetterau, die Kornkammer Hessens. Hier sind es weite Ackerflächen und Streuobstwiesen, die das Blickfeld beherrschen, bevor es in der Folge in die Wälder rund um den Vogelsberg und seine Vulkanlandschaft geht. Vogelsberg, Rehberg, Hoherodskopf und - mit einem kleinen Abstecher - der Taufstein erlauben weite Blicke, bis hin zum Fuldaer Land, das Sie durchstreifen, bevor Ihre Wanderschaft auf der Bonifatiusroute an des Heiligen Grab im Dom endet.

 

Etappen, Markierung, Karten

Zur Etappenübersicht

 

Wegskizze

Der Weg im Überblick

 

Die Bonifatius Route im fernwege.de TrailNetwork

Entdecken Sie die Bonifatius Route in Google Earth: anhand von flächendeckenden Sattelitenbildern können Sie kostenfrei über die Bonifatius Route fliegen, Regionen heranzoomen, Städte erforschen und Landschaften entdecken.

 

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