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18.06.2013
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EB: Der Weg in der Ostslowakei und Ungarn

Ein weiterer Abschnitt auf dem imposanten, bald komplett bei fernwege.de exklusiv erschienenen Fernwanderweg Eisenach – Budapest führt Sie von Bardejov (Bartfeld) in der Slowakei über 450 Kilometer und in (mindestens) 14 Tagen nach Putnok in Ungarn und damit schon in relative Nähe zum Abschluss des Gesamtweges in Budapest. Es bleibt spannend, aber manchmal auch ein bisschen wild auf dem Weg gen Ungarn.

 

Ausgangspunkt des hier beschriebenen Wegabschnitts auf dem legendären Fernwanderweg Eisenach-Budapest (heute in weiten Teilen Europäischer Fernwanderweg E3) ist das mittelalterliche Bardejov (Bartfeld), das zu den schönsten Städten der Slowakei und seit 2001 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt. Drei markante, aus dem Tiefland aufragende, dicht bewaldete Vulkankegel künden in der Folge die nahe Universitätsstadt Prešov an; und auch wenn es eine belebtere Gegend ist: Die vielen Menschen ermöglichen eine exzellente Infrastruktur auch des öffentlichen Verkehrs.


Die Verkehrsmittel werden Sie noch brauchen, es sei denn Sie sind mit dem Zelt unterwegs. Das Wachstum der Städte wurde so manchem Dorf zum Verhängnis. Der zur Neuentwicklung dringend ersehnte Tourismus hat sich im ländlichen Raum, nah an der Außengrenze der EU noch nicht eingestellt und Übernachtungsmöglichkeiten am Weg sind rar. Mit Hilfe der Wegbegleitenden und an einigen Pässen das Gebirge querenden Buslinien bleibt das Wandern entspannt und bedarf keiner Gewaltmärsche, um am Abend zurück in die Zivilisation zu gelangen.

 

Im Süden stoßen die Slanské Vrchy (Sovarer Gebirge) an die Grenze zu Ungarn Schier unüberwindbar scheint hier das Gebirge zu sein. Steil ragt der wild wuchernde Buchenwald im Hang des Veľký Milič zur Höhe. Irgendwo da oben muss es sein. Das Land, das die Sehnsucht weckt, gibt sich aber noch nicht zu erkennen. Heutzutage führt ein markierter Wanderweg bequem in einen Sattel zum Grenzkamm und trifft dort auf das ungarische Wegenetz. Der EB aber knickt ab und mit ihm der E3. Bald wandern Sie durch die Weinberge im slowakischen Tokaj.

 

 

Doch dann ist es wirklich soweit. Nur ein paar Schritte, eine Brücke, ein Bach und ich bin drüben, in Sátoraljaújhely. Unaussprechlich erscheint mir das Wortungetüm, aus dem Munde der Bewohner aber klingt es wie Musik. Es beschreibt in orientalisch, blumiger Sprache die Lage der Stadt. Ungarn ist anders, aber nicht vollkommen anders als es in der Vorstellung existiert; hier in den Bergen im Nordosten auch noch authentisch, von den Fäden seiner 1000-jährigen Geschichte noch nicht vollends getrennt. Von den hier beschriebenen 425 km Weg führen 230 km durch Ungarn.

 

 

Drei recht unterschiedliche Bergregionen werden Sie dort kennen lernen: das einmalige Karstgebiet und Nationalpark Aggtelek mit seinen weithin bekannten Tropfsteinhöhlen und das wellige Bergland Cserehát. Aber zunächst erwandern Sie die Dörfer, Burgen und Wälder der Zemplener Berge (Zempléni Hegység) zwischen der Burg Füzér im Norden, der neuen Stadt am Fuße der Berge, deren Silhouetten wie Zelte erscheinen (Sátor-alja-új-hely) im Osten und Boldog-kő-vár-alja (Glücklicher Stein am Fuße der Burg) im Westen. Freuen Sie sich darauf!

 

 

Die Präsentation des Weges befindet sich in Vorbereitung.

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