Der Harz – immer ganz oben
Der Harz, das nördlichste Mittelgebirge Deutschlands, liegt mit 110 km Länge und einer Breit von 30 bis 40 km grenzenlos im Mittelpunkt des Landes und überrascht immer wieder mit seinen unterschiedlichen Gesichtern auf einer Fläche von 2.226 km2. Tief eingeschnittene Täler, Berge mit unendlichen Laub- und Nadelwäldern, schroffe Felsen, sanfte Hügel, bunte Bergwiesen und klare Seen wechseln einander ab. Während der Unterharz etwas niedriger liegt und auch agrarisch genutzt wird, zeigt der Oberharz höhere und großenteils bewaldete Gipfel. Berühmte Persönlichkeiten wie Martin Luther, Heinrich Heine und Johann W. Goethe wussten den Harz und seine Vielfalt deshalb schon zu schätzen.
Bergbau und Harzer Romanik
Mit dem Bergbau begann die Besiedelung des Harzes; erst 1992 wurde die letzte Grube im Harz geschlossen. Heute findet man überall Zeugen des Bergbaus. Und auch die Natur wurde vom Bergbau geprägt. Die Fichtenwälder sowie viele der Bergseen wurden von den Bergleuten angelegt. Dem Bergbau verdankt sich auch die Harzer Städtekultur mit ihren prachtvollen Fachwerkbauten. In Städten wie zum Beispiel Quedlinburg, Wernigerode und Goslar kann man heute noch die ehemaligen Sitze der Herrscher und das Harzer Fachwerk bewundern. Doch nicht nur die alten Schlösser oder Herrschersitze sind sehenswert. So findet man im Harz auch viele gut erhaltene Gebäude aus der Zeit der Romanik: den Stephansdom in Halberstadt, die Stiftskirche mit dem Domschatz in Quedlinburg, die Kaiserpfalz in Goslar, das Zisterzienserkloster in Walkenried, Burg Falkenstein bei Pansfelde und und und … Die "Wege in die Romanik" und die "Straße der Romanik" sind für Interessierte nur zu empfehlen.
Unzählige Wege, einzigartige Natur …
Zu einem richtigen Erlebnis wird sicherlich eine Wanderung durch den Harz und seinen Nationalpark: Abschnitte der Europäischen Fernwanderwege, Harzer Hexenstieg, Kaiserweg und viele mehr machen den Harz zum Wanderparadies. An 158 sehenswerten Plätzen im Harz stehen Stempelstellen zur Harzer Wandernadel für Sie bereit. Ein Erlebnis der besonderen Art ist dann eine Wanderung unter Führung eines Naturparkrangers, da man hierbei die seltenen Pflanzenarten erklärt bekommt. Oder wussten Sie, dass es im Harz fleischfressende Pflanzen gibt? Im Harz gibt es zwei Nationalparks: der Nationalpark Hochharz besteht seit dem 01.10.1990 auf der sachsen-anhaltinischen Seite und der niedersächsische Nationalpark Harz, der seit 1994 besteht. Insgesamt erstrecken sich die Nationalparke über eine Fläche von ca. 21.700 ha und schützen somit die Hochmoore, die Brockenkuppe mit ihren seltenen Pflanzen und die Tierwelt.
… und immer gut untergebracht
Die Sehenswürdigkeiten des Harzes sind durch die sehr gut ausgebaute Infrastruktur sowohl gut zu erreichen als auch in schönstem Ambiente zu genießen. Die vielen kleinen und mittleren Städte im und um den Harz stellen Unterkünfte aller Kategorien, ein reichhaltiges zusätzliches Freizeitangebot und nicht zuletzt eine typische Atmosphäre (und Küche) zur Verfügung, die das ganzheitliche Harzerlebnis aufs beste unterstützt. Die gute Einbindung des Öffentlichen Nahverkehrs ermöglicht es auch ohne Auto, den Harz in all seinen Facetten zu genießen. Des Harzes als Hort vieler Sagen und Märchengstalten – man denke nur an die Hexen auf dem Brocken – wird in zahlreichen saisonalen Veranstaltungen und Festen gedacht, die als Anlass für Ihren nächsten Harzbesuch dienen können.









